Das Sehen

Die Augen sind zusammen mit dem Hörorgan unsere wichtigste Verbindung zu unserer Umwelt.

Damit das Sehen in seiner ganzen Komplexität so gut funktioniert bedarf es dem Zusammenspiel von verschiedenen Faktoren.

Das Sehen ist genaugenommen eine Mischung aus

•   korrekter Abbildung und Bildaufnahme durch die Augen,
•   gleichgerichtetem Zusammenspiel der Augen rechts zu links,
•   richtige Weitergabe an die beiden Sehzentren,
•   dessen Umsetzung im Gehirn,
•   Übung und
•   Erfahrung.

Unter dieser Prämisse sollte man auch die Entwicklung der Augen bereits beim Kleinkind sehr genau verfolgen. Bitte vergleichen Sie hier auch unsere Seite Kinder und Sehen.

Rein physikalisch wird bei optimal gebauten Augen ein Bild von den Augen aufgenommen, die Lichtstrahlen werden gebündelt und treffen auf einem Punkt der jeweiligen Netzhaut zusammen, der uns schärfstes Sehen ermöglicht. Nur in diesem Punkt auf der Netzhaut sind Rezeptoren, die das Bild scharf und farbig aufnehmen können. Je weiter entfernt von dieser sog. Netzhautgrube die Lichtstrahlen auftreffen, umso unschärfer und farbloser werden die Bildstrahlen aufgenommen.

rechtsichtigkeit

Erst nach der erfolgreichen Weiterleitung durch den Sehnerv an unsere Sehzentren (R + L) im Gehirn wird dort ein Bild entstehen und als solches dem Erfahrungsschatz zugeordnet.

Nachdem die beiden Augen unterschiedliche Bilder sehen, kann man daraus eine Entfernung ableiten, mit anderen Worten „räumlich sehen“.

Die Übung, zusammen mit den gemachten Erfahrungen, spielt in diesem Zusammenhang eine bedeutende Rolle, wenn man weiß, dass alles was die Augen bis zum 6. oder 7. Lebensjahr nicht gelernt haben, in der Folge auch nicht mehr nachgeholt werden kann.

Große Erfahrungswerte machen es z.B. möglich auch als Einäugiger problemlos und sicher Auto zu fahren. Aufgrund der Erfahrungen hat man z.B. Entfernungen abschätzen gelernt, selbst wenn man, wie in diesem Fall, absolut gesehen kein Entfernungssehen hat.